Stranger Than Usual

39C3: Sonstiges

So, das hier wird vorerst der letzte Post zum 39C3. Ich habe zwar noch zwei bis drei kleine Themen auf Lager, aber dafür muss ich erst einmal von anderer Seite Input kriegen.

Ich wollte noch ein paar Eindrücke, Erfahrungen und Ähnliches vom 39C3 posten. Dinge, die sonst nirgendwo hereingepasst haben. Das kommt jetzt.

Glatteis

Besonders an Tag 0, wo ich noch nicht auf dem Congress war, sondern erst abends in Hamburg angekommen bin, aber auch an den folgenden Tagen war es draußen sehr glatt. Die Art von Glätte, bei der der Boden nur feucht aussieht, aber gefährlich rutschig ist. Ich habe den Tag über schon Glättewarnungen auf Mastodon gesehen. In Hamburg angekommen war ich also vorgewarnt. Ich habe, beladen mit zwei schweren Taschen, nur kleine Schritte gemacht. Das hat eine Ewigkeit gedauert, aber ich bin sicher angekommen.

Damit sich auch sonst niemand verletzt, gab es auch dem Congress auch Warnhinweise, wie zum Beispiel diesen hier:

Ein Aushang mit der Überschrift „C3GLATTEIS“. Darunter zwei Pinguine, die sich an den Flossen/Flügeln halten, mit dem Satz „Bitte Händchenhalten“

Assembly-Haltestellen

Die Schilder für die Assemblies waren dieses Mal im Stil von Bushaltestellenschildern:

Zwei Schilder, die wie Bushaltestellenschilder aussehen. Sie sind beschriftet mit „Chaosdorf Düsseldorf“ und „Blackhoodie“. Im Hintergrund sind weitere solcher Schilder.

Sampleflut

Analog zu Pixelflut gab es dieses Jahr auch Sampleflut. Anstelle auf einen Canvas zu schreiben schreibt man hier in einen Audiobuffer, der dann abgespielt wird. Ich selber habe es aber nicht gespielt.

Coaxolotl

Bei einer Assembly gab es verschiedene Kreaturen, die aushingen. Darunter dieser Coaxolotl (das Licht war komisch, ich habe die Farben nachträglich angepasst, damit man mehr erkennt):

Eine Zeichnung eines Axolotl mit einem Koaxialstecker als Kopf, mit der Überschrift: „It's a COAXOLOTL“

Die anderen Kreaturen habe ich nicht fotografiert.

Creaturedex

Nach und nach tauchten auch andere Kreaturen auf. Sie hatten einen RFID-Chip und man konnte sie scannen, um seinen Creaturedex zu vervollständigen. Das Schöne: Jeder konnte Kreaturen hinzufügen. Ich habe das Spiel nicht gespielt, aber wenn es nächstes Jahr wieder so etwas gibt, möchte ich es mal ausprobieren.

Cheat Sheet

Der Congress ist immer etwas unübersichtlich. Glücklicherweise gab es ein cheat sheet:

Ein Aushang, betitelt „39C3 CHEAT SHEET“. Das Diagramm darauf zeigt eine wirre Anordnung von Treppen, roten Pfeilen und seltsamen Symbolen, dazwischen Labels wie „Heaven“, „Cloakroom“ oder „CERT“.

Gestickte Karte

Es gab aber auch ernsthaft hilfreiche Informationen. So gab es zum Beispiel eine gestickte Karte für Sehbehinderte:

Eine gestickte Gebäudekarte. Unterschiedliche Bereiche sind unterschiedlich schraffiert oder überhaupt nicht bestickt.

Eine interessante Geschichte dazu habe ich erst auf der Closing Ceremony erfahren: Das c3tactile-Team hatte alles Mögliche mitgebracht, aber die 3D-Gebäudekarte vergessen. Da ist dann eine Assembly mit Stickmaschine in die Bresche gesprungen und hat einfach gestickte Pläne gemacht, die man mit den Händen lesen kann.

Vehikel

Es ist kein vollständiges Chaosevent, wenn nicht zumindest eine Person mit einem schrägen, selbstgebauten Vehikel herumfährt. Sei es ein Matekasten, ein Sessel oder ein Landkajak. Dieses Jahr war es ein recht einfaches Gefährt:

Eine Person im Schneidersitz auf einem Vehikel aus Aluminiumprofilrahmen. In der Hand hält sie einen Videospiel-Controller. Am Rahmen des Vehikels sind LEDs angebracht, der Boden ist blau/rot/violett beleuchtet.

Immerhin weiß ich jetzt, dass diese Aludinger mir den Rillen „Aluminiumprofilrahmen“ heißen.

Klopferlight

Ein weiterer häufiger Gast auf Chaosevents sind LED-Matrizen in irgendeiner Form. In diesem Fall wurden kleine Schnapsfläschchen (der Marke „Klopfer“) verwendet:

Eine Matrix aus Fläschchen, mit den Flaschenböden nach vorne. Die meisten Flaschen sind dunkel, ein paar sind in verschiedenen Farben beleuchtet. Darunter ein Ausdruck mit der Aufscrift „Klopferlight“ und einem QR-Code.

Diese Installation heißt passenderweise Klopferlight. Der Hacker, der das gemacht hat hat direkt zwei davon gebaut, man kann auf denen auch kompetitiv Tetris spielen. Er hat auch nicht alle 400 Klopferflaschen ausgetrunken, er hat sich einfach eine größere Menge davon ohne Füllung gekauft.

Creature ChroniCles

Dann gab es das Creature ChroniCles-Projekt. Das hat am Anfang für ein bisschen Wirbel gesorgt, wegen der Foto-Policy (keine Fotos von Personen ohne explizite Einwilligung). Das Projekt lässt sich aber sicher auch mit der Fotopolicy durchführen. Die Idee war: Hacker_innen fotografieren und dann die Körper mit allen möglichen interessanten Kreaturen übermalen, so dass man die Person nicht erkennt.

Am Ende sind nur ein paar Bilder herausgekommen. Ich würde mich aber für dieses Projekt fotografieren lassen :)

Pacman-Bar

Ein paar Sachen waren auch im Klassichen Geek-Stil dekoriert, wie z.B. dieser Bartresen:

Ein Bartresen. Auf der Vorderseite ist ein Pacman-Labyrinth abgebildet.

Das war's

Damit ist die Reihe von Posts über den 39C3 auf diesem Blog fast abgeschlossen. Mir hat der Congress dieses Mal außerordentlich gut gefallen und ich hoffe, ich kann auch nächstes Jahr wieder dabei sein.