Stranger Than Usual

The AIs tried talking to dolphins, but they stopped because dolphins are apparently really creepy to talk to.

Hannelore (Questionable Content)

Your AI slop bores me

Immer wieder findet man ja auch schöne Sachen im Internet. Das hier ist eine davon. Auf youraislopbores.me (vermutlich nicht aus Montenegro, trotz der TLD) kann man sich, ähnlich wie bei „AI“-Text und -Bildgeneratoren Texte und Bilder erstellen lassen. Die Bilder werden von echten Menschen erstellt. Anders herum kann man nämlich auch selber die Rolle der „AI“ übernehmen und Bilder bzw. Texte für andere erzeugen. Man hat dann eine Minute Zeit, um etwas zu tippen oder mit einem simplen Zeichentool (à la skribble) etwas zu zeichnen.

Es gibt dafür ein Credit-System: Man startet mit einem Credit oder so, und jede Anfrage kostet einen Credit. Man bekommt jede Stunde einen Credit, kann sich aber auch Credits verdienen, indem man anderen ihre Prompts beantwortet. Während ich da war, gab es mehr Leute, die Prompts beantworten wollten als solche, die Prompts geschrieben haben, aber ich kann sagen, dass beide Seiten spaßig sind.

Mein erster Prompt war ein Bild eines zaubernden Otters:

Mein Prompt: „draw an otter casting a spell“. Darunter eine Strichzeichnung eines auf auf den Hinterpfoten stehenden Otters, von dem mehrere bunte Linien ausgehen, die sich in zwischen den Vorderpfoten zu einem bunten Ball mischen

Nachdem ich selber ein paar Prompts beantwortet hatte, konnte ich meinen nächsten Prompt abgeben. Leider hat sich hier ein Missverständnis eingeschlichen :)

Mein Prompt: „Please draw a monster with too many eyes“. Die Zeichnung ist der Schriftzug „Monstiir“

Beim zweiten Versuch habe ich aus Versehen einen Text und nicht ein Bild angefordert. Die Person am anderen Ende hat sich trotzdem Mühe gegeben:

Selber Prompt, Antwort: „This is a text prompt but I'll try anyway.“, danach eine ASCII-Art mit vielen Augen

Der dritte Versuch war dann ein voller Erfolg:

Selber Prompt, Die Zeichnung ist ein Kreisförmiges Monster mit Spitzen Zähnen und sechs im Kreuz angeordneten Augen in verschiedenen Farben.

Probiert es aus, es ist lustig.

PS: Ich bin mir nicht sicher, wie hier die Urheberrechstlage ist. Theoretisch liegt das Urheberrecht bei den Leuten, die die Zeichnungen gemacht haben. Ich veröffentliche sie trotzdem hier, mit dem Verweis, dass ich keine Rechte an diesen Bildern habe und sie demnach auch nicht under der CC-Lizenz veröffentliche, unter der der meiste Inhalt dieses Blogs steht. Ich hoffe, dass sich niemand beschwert.

Irankrieg

Nur eine kurze Durchsage: Ich werde hier bis auf Weiteres nichts über Trumps Angriffskrieg auf den Iran schreiben. Ich schaffe das nervlich einfach nicht. Die ganze Geschichte ist so unverständlich für mich, und der US-Kriegsminister hat öffentlich angekündigt, Kriegsverbrechen zu begehen, ich will nichts darüber schreiben und ich will mich nicht mehr als nötig damit beschäftigen. Wie so vieles bei Trump fehlen mir sowieso die Worte dazu.

Glücklicherweise gibt es genug andere Quellen, die sich darüber aufregen und viele davon sind sogar vertrauenswürdige Quellen. Grundsätzlich hier in diesem Blog: Ich schreibe nicht über jedes Thema, das mich aufregt. Das schaffe ich einfach nicht. Das heißt nicht, dass mir diese Themen egal sind.

Es wird immer noch depubliziert

Seit 2010 müssen nun die öffentlich-rechtlichen Sender die meisten ihrer Inhalte nach ein paar Tagen wieder „depublizieren“, d.h. von ihren Websites entfernen. Ich hatte mich damals schon darüber aufgeregt.

Nun hat die Bedeutung des Linearfernsehens seitdem schon abgenommen. In Anbetracht der Desinformation, die heute im Netz besonders in social networks verbreitet ist, sind die öffentlich-rechtlichen Sender aber meiner Meinung nach um so wichtiger. Dafür zahle ich auch gerne meine Rundfunkgebühren.

Ich habe aber weder Radio noch Fernseher. Ich kann auf die Produkte der Sender nur per Internet zugreifen. Und ich bin nicht die einzige Person, der das so geht. Depublizieren bedeutet, aktiv Wert zu zerstören, der von allen deutschen Haushalten bezahlt wird. Und warum? Ich habe das immer noch nicht verstanden. Es ist doch eindeutig im öffentlichen Interesse, dass diese Inhalte online bleiben.

Warum rege ich mich jetzt gerade darüber auf? Nun, ich habe vor Kurzem diesen Blogpost gefunden: „ist depublizieren bildungsfeindlich?“. Es ist vielleicht nicht das größte politische Problem, mit dem wir gerade zu kämpfen haben, aber vielleicht sollten wir das Gesetz hier einmal ändern.

Digital Independence Day: Wero?

Heute ist wieder Digital Independence Day. Eigentlich hatte ich überlegt, mir heute mal Wero anzuschauen, ein europäischer Zahlungsdienst, der zum Beispiel Paypal ersetzten könnte (es momentan aber noch nicht tut).

Ich bin aber schon beim ersten Schritt gescheitert. Ich habe mich informiert, wie ich das anstellen soll. Zwar wird Wero von meiner Bank unterstützt, aber… nur mit einer Smartphone-App. Bzw. der Smartphone-App der Bank , die allerdings nur über den Google-Store installierbar ist. Den habe ich auf meinem Gerät aber nicht (und den zu installieren wäre ein Schritt gegen digitale Unabhängigkeit). Also kein Wero, nicht einmal zu Ausprobieren.

Mir gehen aber sonst so langsam die Sachen aus, wo ich noch sinnvoll umsteigen kann. Betriebssystem? Linux. Email: Posteo. Git: Codeberg. Gut, ich hätte noch einen alten Amazon-Account, den ich seit Jahren nicht genutzt habe, den könnte ich symbolisch löschen. Oder ich könnte mal versuchen, ob Wine bzw. Steams Wine-Fork Proton gut genug sind, dass ich auf meinem Spielerechner kein Windows mehr brauche (da ich dort kein Windows 11 installieren kann, wäre das sowieso überfällig). Das wiederum kostet aber Zeit, die ich heute nicht habe, weil ich endlich mal ein paar kleine Gartenarbeiten bei meiner Mutter erledigen konnte.

Meine Mutter ist in der Hinsicht übrigens erfolgreicher und hat ihrem Lebensgefährten einen Posteo-Account angelegt. Vielleicht schaffe ich es ja, noch irgendjemand anderen von einem Wechsel irgendwo zu überzeugen.

Im April mache ich übrigens nichts zum Digital Independence Day. Da bin ich im Urlaub, und gebe mein Bestes, an dem Tag keinen Computer (das schließt mein Telefon ein) anzufassen.

Im Mai mache ich dann vielleicht die Sache mit dem Spielecomputer…

Darkmode

Für die ganzen Darkmode-Fanatiker hat dieses Blog jetzt auch einen Darkmode. Ich habe da nicht super viel Arbeit reingesteckt, aber modernes CSS mit Variablen erlaubt mir, das recht einfach einzustellen.

Da ich hier und da transparente Bilder habe, die sich bisher auf einen hellen Hintergrund verlassen haben, habe ich Bildhintergründe grundsätzlich hell gemacht.

Falls ihr also im Browser oder OS bevorzugt den Darkmode ausgewählt habt, dann sollte diese Seite jetzt anders aussehen. Wie gesagt, ich habe nicht viel Arbeit hineingesteckt und hauptsächlich Farben vertauscht.

Bye, Sass

Seit 2012 benutzte dieses Blog scss für die Styles. Zunächst mit dem ursprünglichen Ruby-Sass-Präprozessor, später dann mit sassc. Aber auch sassc (basierend auf LibSass) wird nicht mehr weiter entwickelt. Ich müsste jetzt zur Dart-Version wechseln.

Nun versuche ich ja, unnötige Abhängigkeiten zu vermeiden. Und dieser notwendige Wechsel stellt mich vor die Frage: Brauche ich scss überhaupt noch für dieses Blog? Listen wir mal die hauptsächlichen Vorteile auf, die mir SASS in diesem Blog bringt:

  1. ich kann die Styles strukturiert auf mehrere Dateien verteilen
  2. ich kann Selektoren verschachtelt einsetzen
  3. ich kann Variablen (z.B. für Farben) verwenden, so dass ich bei einem Farbwechsel nicht überall Werte ersetzen muss
  4. der scss-Präprozessor entfernt Kommentare und unnütze Whitespaces aus den Style-Dateien

Gehen wir kurz durch:

  1. brauche ich nicht wirklich, mein CSS ist klein genug, dass ich auch so den Überblick behalte
  2. es gibt jetzt natives CSS-Nesting
  3. es gibt jetzt native CSS-Variablen

Bleibt Punkt 4. Und der macht, zumindest relativ betrachtet, einen großen Unterschied. Bisher waren mein CSS-Datei etwa 2,2 kiB groß, 844 B gz-komprimiert mit Zopfli, 686 B Brotli-komprimiert. Nach der Änderung waren es zunächst 5,1 kiB unkomprimiert, 1,7 kiB mit Zopfli und 1.4 kiB mit Brotli.

Das ist jetzt natürlich relativ betrachtet ein riesiger Unterschied. Natürlich gibt es andere CSS-Minifier, die ich hier ansetzen kann. Aber dann muss ich ja doch wieder eine Abhängigkeit hinzufügen. Vermutlich müsste ich die sogar über NPM installieren! Brrrr… Aber hey, absolut betrachtet sind alle diese Dateien immer noch ziemlich klein. Besonders, wenn ich an den Bloat anderer Websites denke, die für kleinste Layout-Aufgaben ein komplettes Bootstrap mit über 200 kiB an CSS und JS einbinden. Und zum Vergleich: die 686 B-Brotli-Datei zu übertragen überträge am Ende 1,26 kiB an Daten. Warum? HTTP-Overhead.

Also könnte ich das eigentlich auch so lassen. Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht zumindest ein bisschen optimieren müsste. Also habe ich die Codeeinrückung (4 Leerzeichen) durch Tabs ersetzt und die Kommentare ein bisschen verkleinert. Und Schwupp: 4,2 kiB unkomprimiert, 1,6 kiB mit Zopfli und 1,3 kiB mit Brotli. Nicht viel besser (ich habe ja auch hauptsächlich gut komprimierbare Teile entfernt), aber auf jeden Fall ein bisschen besser.

Und dafür habe ich jetzt eine Abhängigkeit weniger. Das ist doch auch schön.

Staubsauger-Datenleck

Ich will mir ja schon seit Jahren mal einen Staubsaugerroboter anschaffen. Aber einen, der sicher ist und nicht nach Hause telefoniert. Das tun leider die Geräte der meisten bekannten Hersteller. Manche Roboter öffnen (öffneten? ist ein paar Jahre her, dass ich das gelesen habe) zur einfacheren Konfiguration sogar ein kleines, offenes WLAN. Dass dann aber offen bleibt und auch volle Kontrolle über den Roboter ermöglicht, wenn man keine Internetverbindung einrichtet.

Nun gab es ja vor zehn Jahren schon den „Internet of Shit“-Begriff für viele Internet of Things-Dinge. Weil Geräte Internetverbindungen hatten, die ums Verrecken keine brauchten. Weil Die Hausbeleuchtung und die Heizung nach einem Jahr ausfällt, weil der Hersteller pleite geht und die Geräte nicht anders als über das Internet zu steuern sind. Weil Geräte einfach so bei Internetausfall verrückt spielen. Oder einfach weil die Hardwarehersteller keine Ahnung von IT-Sicherheit haben und z.B. alte Softwareversionen mit bekannten Sicherheitslücken verbauen, ohne eine Updatemöglichkeit zu bieten.

Zumindest im letzten Teil könnte man ja meinen, dass die Hersteller mittlerweile dazugelernt haben. Haben sie nicht. Ein Entwickler hat, mehr aus Zufall, Zugriff auf 7000 Roboter einer Marke bekommen, weil der Hersteller überall dieselben Credentials verwendet hat.

FLOSS-Walsturz

Ich habe einen netten Artikel gefunden: Whale Fall. Es geht darum, was mit großen Freie-Software-Projekten passiert, wenn sie sterben. Der Autor vergleicht das mit dem Phänomen des Walsturzes, also wenn ein Wal auf hoher See stirbt, in die Tiefsee absinkt und der Kadaver dort ein eigenes Ökosystem bildet. Analog dazu wird aufgezeigt, wie andere Projekte von so etwas beeinflusst werden.

Rollenspielszenen: Transzendente Graffiti

Rollenspielszene. Wir sind Punks in einem Eldritch-Zug. Wir leben dort. Es passieren immer wieder realitätsverzerrende Dinge. Deswegen ist Jack auch nicht zu sehr überrascht, als er plötzlich weit weg von seinen Freunden im Speisewagen sitzt, ohne die ohnmächtige Person, die er retten wollte, und ohne Fenster und ohne Türen.

Jack ist Künstler und kann mit seinen Graffiti besondere Effekte erzielen. Zum Beispiel kann er etwas, das er auf eine Wand sprüht, auch auf einer entfernten Wand erscheinen lassen, die er vorher schon gesehen hat.

Es funktioniert: Jacks Freunde sehen einen Schriftzug auf der Wand:

Mir geht es gut. Bin im Speisewagen.

Ein Problem nur: Jacks Freunde wissen genau, wo Jack ist. Jack ist vor ihren Auge ohnmächtig geworden, so wie die Leute, die sie retten wollten. Jack ist nicht im Speisewagen. Jack hat in einem Traum etwas an die Wand gesprüht, was dann in der wirklichen Welt erschienen ist.

Rollenspielszenen: Verfluchte Zunge

Rollenspielszene. Das Amulett, das wir suchen, ist in einem Hobgoblinfort, das die Hobgoblins in uralten elfischen Ruinen gebaut haben. Soris der Druide hat in der Gestalt eines Stinktiers schon ein bisschen kundschaften können, aber wir brauchen andere Mittel, um an das Amulett zu kommen.

Also verkleidet sich unser Magier Prattle sich mit einem Zauber als hochranginger Hobgoblin (den wir beim letzten Mal bekämpft haben). Dumm nur: Prattle kann kein Wort der Goblinsprache. Am Tor des Forts tut er mürrisch, grummelt vor sich hin und wird von den Wachen hereingelassen.

Prattle zaubert sich einen Morastgestank an, um die Ursache seiner Unmut zu erklären und wird von einem Hobgoblin in Richtung Keller gewiesen. Während er unten durch die Gänge streift, kommt aus dem Raum des Hobgoblinbosses ein Magier heraus, der die Person, die Prattle verkörpert, wohl kennt und ihn anspricht.

Was tun? Mürrisch zu grummeln funktioniert nicht bei Gleichrangigen. Prattle hat die rettende Idee: Er fängt an, mit dem Magier auf der Feensprache Sylvan zu sprechen und behauptet, verflucht worden zu sein. Der Magier kauft ihm das ab und bietet auch noch an, für ihn beim Boss zu übersetzen.