Stranger Than Usual

Konstanze: „Ick muss dich wat fragen, Ron: Wat passiert, wenn du auf das ‚Tell me more‘ klickst?“
Ron: „Das wissen alle, die das schon mal getan haben: Ein dunkler, zorniger Gott erwacht. Oder Clippy.“

Security Nightmares 2025 (bei etwa 5:36)

Schneckenfressende Schnecken

Wer einen Garten hat, kennt den Ärger. Kaum hat man ein zärtliches Pflänzchen eingepflanzt, kommen alle Nacktschnecken aus dem Umkreis und fressen es auf.

Alle Nacktschnecken? Nein! Der Tigerschnegel frisst u.a. auch anderen Schnecken und deren Eier. Er hat auch ein markantes Muster, also achtet darauf, beim Schneckenbeseitigen diese Schnecke in Ruhe zu lassen.

Rollenspielszenen: Vanillekipferl

Rollenspielszene. Rocket Mel wacht nach einem Sturz in einen (nicht ganz so) bodenlosen Abgrund wieder auf. Durch die geschlossenen Augen erfasst sie grelles Licht. Alles in ihrem Körper spricht sich dagegen aus, aufzustehen, aber

Du wird nicht Rocket Mel, wenn du auf deinen Körper hörst, wenn er dir sagt, dass du etwas nicht tun sollst.

Ein paar Stunden später findet der Rest der Gruppe Mel endlich wieder. Nach einigen sehr verworrenen Plänen (die einen vanillekipferlfressenden Drachen beinhalteten) haben sie sich einfach ein sehr langes Seil genommen und sind in den Abgrund geklettert. Mel ist erleichtert:

Wo wart ihr so lange?!? Ich bin fast verrückt geworden!

Midnight Steel verteidigt sich:

Sorry! Ich musste erst noch Vanillekipferl backen.

Rollenspielszenen: Ich war high!

Rollenspielszene: Wir arbeiten einen Plan aus, wie wir Mel retten, die am Ende der ersten Session in einen bodenlosen Abgrund gefallen ist.

Midnight Steel überlegt, ob wir uns vielleicht an einem Seil herunterlassen könnten. Jacksnipe antwortet, dass sie das schon versucht haben. Midnight Steel kann sich nicht daran erinnern. Jacksnipe:

Wie kannst du dich nicht daran erinnern? Du hast das Seil gehalten!

Midnight antwortet darauf nur:

Da war ich high!

Nicht unbedingt das, was man hören möchte von der Person, der man in dem Moment sein Leben anvertraut hat.

Den Button neu erfinden

Ich ärgere mich ja immer mal wieder darüber auf, dass es Single-Page-Apps so verbreitet sind. Eine HTML-Seite, Unmengen an Javascript, lange Ladezeiten, komische Bugs. Das habe ich zum Beispiel in diesem Blogpost aus 2024 dargelegt. Auch 2010 habe ich schon einen rant darüber geschrieben.

Ein weiterer dummer Aspekt ist, dass man in solchen single-page-apps jede Menge Funktionalität re-implementieren muss, die der Browser von Natur aus schon kann. Navigation zwischen „Seiten“ zum Beispiel, die in einer SPA natürlich rein clientseitig passiert. Und ich muss zugeben, dass ich hier Teil des Problems bin. Nicht privat, aber beruflich. Nicht, weil es mir gefällt, sondern weil es unmöglich ist, Kunden und Kollegen davon zu überzeugen, es anders zu machen (sprich: Alle Grundfunktionen sollten ohne JS laufen, JS wird nur dort eingesetzt, wo es nicht anders geht oder um den Komfort zu erhöhen).

Wo ich nicht Teil des Problems bin, ist aggressiver Einsatz von nicht-semantischem HTML. Zum Beispiel ein <span> mit einem onClick-Handler versehen und es dann wie einen Link zu behandeln. Das ist nicht barrierefrei, umgeht wichtige Funktionen des Browsers (wie z.B. das „in neuem Tab öffnen“) und ist schlicht und einfach falsch.

Jetzt könnte man sagen: „Ja, aber man kann ja alle diese Eigenschaften vergeben.“ Mit aria-Rollen, noch mehr Javascript, Fokussierbarkeit usw. Kann man vielleicht. Ich habe einen Artikel gefunden, in dem jemand das mal gezielt ausprobiert hat: If you want to create a button from scratch, you must first create the universe.

Das Ergebnis ist: etwa 500 Zeilen Javascript-Code, und das Ergebnis ist in keiner Weise besser als ein einfaches <button>. Und in der Praxis macht sich keiner diese Mühe, und es kommt ein blasser Schatten eines Buttons heraus. Aber wir müssen halt immer wieder das Rad neu erfinden.

Antidemokratische Umwälzung

Ich habe neulich den Podcast „Deutschland 33/45“ gefunden (über den Deja-vu Geschichte-Podcast). Darin wird detailliert die Politik und die Gesellschaftlichen Begebenheiten des Nazi-Regimes in Deutschland in chronologischer Reihenfolge erzählt. Ich bin in diesem Podcast immer noch im Jahr 1933, und der Podcast behandelt die Machtübernahme deutlich detaillierter als es z.B. in der Schule durchgenommen wird.

Jedenfalls wird dort auch beschrieben, wie die Nazis (sehr) schnell ihre Leute überall eingesetzt haben, in der Polizei, in den Regierungen, in Ämtern, an Unis. Und diese Strategie verwenden Demokratiefeinde heute noch. Man kann zum Beispiel in die USA unter Trump schauen. Natürlich trifft Trump nicht auf die gleiche Situation die Hitler, und kann damit auch nicht ganz so schnell und ohne großen Widerstand seine Demokratiezerstörung umsetzen. Aber gewisse Ähnlichkeiten gibt es doch: Einschießen auf ein Feindbild, Beschwichtigungen, damit einiges nicht so schlimm ausgeht, Wortbrüche immer und immer wieder, Verbreitung von Bullshit, und so weiter.

Aber wir müssen nicht einmal nach Amerika schauen. Auch hier in Deutschland haben wir eine rechtsextreme Partei, die in den Umfragen katasrtophal gut abschneidet (als „erschreckend gut abschneiden“ würde ich schon alles über 1% bezeichnen, aber die sind mittlerweile im zweistelligen Bereich).

Und wie dieser Artikel hier darlegt, wird die AfD auch nicht zögern, „Reinigungsaktionen“ durchzuziehen. In Sachsen-Anhalt plant sie demnach, falls sie an die Regierung kommt, missliebige Beamte zu versetzen, Demokratieprojekten, Flüchtlingshilfe und queeren Organisationen de Geldhahn zuzudrehen, usw. Und es wird nicht laut, sondern leise. So wie die Nazis Anfang 1933 ihren Extremismus heruntergespielt haben, so wird es auch die AfD tun. So wie die Nazis 1933 Menschen „in Schutzhaft“ nahmen und „kommunistische Terroristen“ verfolgten, so wird auch die AfD einen Weg finden, das alles als glorreiche Errungenschaft ihrer Politik darzustellen.

Und ebenso wie bei den Nazis, ebenso wie bei Trump, kann niemand sagen, dass man das vorher nicht wissen konnte. Alle haben während ihres Wahlkampfes immer wieder angekündigt, was sie machen werden. Man sollte nicht viel glauben, was die AfD erzählt, aber hier sollte man es glauben. Auch wenn sich AfD-Politiker oft weniger extremistisch äußern und die extremistischen Forderungen herunterspielen, so sind sie doch Kern des Parteiprogramms, und Lippenbekenntnisse, dass das ja alles nicht stimmen würde, sind eben nicht mehr als Lippenbekenntnisse.

Internetprovidervertreterscam Episode 2

Nach dem gestrigen Besuch eines fragwürdigen Telekomvertreters stand vorhin schon wieder einer vor der Tür. Selbe Masche. Behauptete etwas von Anschlussumstellung, und dass ich bestätigen müsse, dass ich meinen Vertrag wechseln (ich will meinen Vertrag nicht wechseln, und schon garnicht so).

Dieses Mal bin ich den recht schnell losgeworden. Ich habe mich erst versichert, dass er wirklich mit derselben Masche kommt, ihm mein Gespräch mit meinem Anbieter gestern erzählt, mir seinen Ausweis zeigen lassen und ihm dann Hausverbot erteilt.

Dummerweise habe ich vergessen, den QR-Code auf dem Ausweis zu scannen und mir den Namen zu merken. Dann hätte ich mich nämlich vielleicht bei der Telekom beschweren können. Oder bei der Verbraucherschutzzentrale.

Im Gegensatz zu meinem gestrigen Zusammenstoß bin ich nämlich jetzt der Ansicht, dass das wirklich jemand sein könnte, der im Auftrag der Telekom unterwegs ist. Die Telekom nennt die „Direktvermarkter“ und betont, dass die sich seriös verhalten müssen. Allerdings habe ich im Internet nach kurzer Recherche einige Stellen gefunden, wo sich Leute über ziemlich genau dieselbe Masche beschweren:

Und genau wie gestern: So ein Konflikt zerrt sehr an meinen Nerven, der Puls geht hoch, Stress stellt sich ein, mein Körper geht in einen Fight-or-Flight-Modus, mein Gehirn arbeitet nicht mehr logisch. Eigentlich müsste ich jetzt arbeiten, aber ich bin Softwareingenieur, ich muss zum Arbeiten klar denken können. Das geht gerade nicht. Ich schaffe es gerade so noch, diesen rant hier zu schreiben.

Internetprovidervertreterscam

Eigentlich wollte ich heute einen Artikel zu meinem Bloglinkprojekt schreiben, Ich war noch nicht sicher, worüber, denn ich hatte auf zwei Blogs interessanter Artikel zu sehr unterschiedlichen Themen gefunden.

Stimmungsmäßig völlig aus der Bahn geworfen hat mich aber der Besuch einer Person, die sich als Telekommitarbeiter ausgab. Nennen wir diese Person mal „der Vertreter“. Der Vertreter hat bei mir geklingelt und mir erzählt, dass irgendwelche Leitungen hier in der Straße jetzt auf Glasfaser umgeschaltet werden, was mein Haus zwar noch nicht direkt betreffe, aber irgendwas mit Geschwindigkeit blablabla. Ich dachte zunächst, der will mich auf eine mögliche Störung nächste Woche vorwarnen.

Aber da war es noch lange nicht zu Ende. Der Vertreter fing an, davon zu erzählen, dass die Telekom jetzt meinen Vertrag übernähme. Ich sagte, mein Internetprovider (nicht die Telekom) hätte mir davon nichts gesagt. Der Vertreter meinte, das ginge meinen Provider ja auch nichts an, die Leitung gehöre ja der Telekom. Nun ist das zwar nicht ganz falsch, immerhin gehören die letzten Meter zum Haus hier tatsächlich der Telekom. Aber meinen Provider geht das sehr wohl etwas an, immerhin habe ich keinen direkten Vertrag mit der Telekom, sondern mit meinem Provider (der dann einen Vertrag mit der Telekom hat).

Der Vertreter meinte, ich würde dazu auch noch per Post Informationen kriegen, und per E-Mail, und einen Anruf, usw. Ich war weiterhin skeptisch, was ihn irgendwann dazu brachte, ein bisschen pampig zu werden und zu sagen, ich würde es „einfach nicht raffen“. Ich antwortete, dass ich das in der Tat nicht raffen würde. Irgendwann habe ich ihm dann die Tür gezeigt.

Danach habe ich bei meinem Provider angerufen. Das war auch eine Tortur für sich, inklusive „wenn es um Ihren Vertrag geht, drücken Sie bitte die 1“, Eingaben von Kundennummer per Telefon (und wenn man da nur einen Moment zögert, weil man die nächste Ziffer nachschlägt, bricht der Anruf ab und man darf wieder von vorne begonnen) und nerviger Warteschleifenmusik. Dann kam aber ein höflicher Vetragssupport-Mitarbeiter an die Leitung, dem ich mein Erlebnis schilderte.

Der Telefonsupport konnte dann sehr schnell feststellen, dass

  • sich an meinem Vertrag nichts ändert
  • mein Provider keine Änderungen an der Leitung vornimmt
  • auch die Telekom keine Änderungen an meiner Leitung vornimmt
  • der Vertreter vermutlich ein Vertragsdrücker sei
  • ich beim nächsten Mal direkt nach dem Telekom-Ausweis des Vertreters fragen solle, dann machen sich Betrüger meist schnell vom Acker

Das hat meine Vermutung bestätigt. Das war ein Betrüger, der mir eiskalt ins Gesicht gelogen hat. Ein Bekannter hat mir mal geraten: Der Satz „Ich erteile Ihnen hiermit Hausverbot“ bei solchen Leuten Wunder wirkt. Und ja, man kann das auch als Mieter machen. Habe ich in diesem Fall aber nicht gemacht, weil ich mir nicht sicher war, ob da nicht doch irgendetwas dran war.

Wie dem auch sei: Wenn bei euch irgendwelche Leute klingeln und behaupten, dass euer Internetvertrag jetzt von ihnen übernommen wird, seit sehr skeptisch, gebt keine unnötigen Informationen heraus (mea culpa) und lasst die Person nicht in eure WOhnung. Erkundet euch im Zweifelsfall bei eurem eigentlichen Anbieter, was es damit auf sich hat. Grundsätzlich hatten sich echte Telekomtechniker bei mir immer vorher angemeldet, im Gegensatz zu diesem Vertreter.

Die ganze Geschichte hat mich unglaublich Nerven gekostet. Es ist nicht leicht, einer Person, die ganz vernünftig und höflich argumentiert und scheinbar auch nur ihren Job machen möchte, konsequent „nein“ zu sagen. Ob das jetzt eine Vertreter ist, ein Zeuge Jehovas, eine Oberpsychotherapeuthin, die dir Globuli gegen deine Erkältung andrehen will oder wer auch immer. Ich bin jetzt fix und fertig, obwohl ich weiß, dass ich im Recht war.

Rollenspielszenen: Ein schlechtes Vorbild

Rollenspielszene. Wir wollen wir wohnen im Wald (der bald abgeholzt werden soll). Siobhan, professionelle Rebellin, spielt in einer ruhigen Minute mir ihrem Balisong herum. Sie lässt es aufschnappen, wirft es hoch, fängt es wieder ein, etc.

Dumm nur: Sie macht das vor einer Gruppe von Kindern, die ihr fasziniert zusehen. Calum ist davon nicht begeistert. Er fordert Siobhan auf, damit aufzuhören, um den Kindern kein schlechtes Vorbild im sicheren Umgang mit Messern zu sein. Genau genommen droht er ihr damit, sie zu tackeln, wenn sie nicht aufhört.

Siobhan hört nicht auf. Calum tacklet sie. Beide schaffen es in dem Handgemenge, sich an dem Messer zu schneiden. Die Kinder schauen zu und lernen.

Rollenspielszenen: Ganzkörpertopflappen

Rollenspielszene. Wir haben verifizieren können, dass Mel noch am Leben ist, nachdem sie in einen bodenlosen Abgrund gefallen ist. Nun müssen wir sie nur noch finden. Dumm nur: Zusammen mit Mel ist auch eine Notion in Gestalt einer Miniatursonne in den Abgrund gefallen. Die hat uns beim letzten Mal ein paar Verbrennungen verpasst. Was macht man dagegen? Midnight Steel, ein bisschen angekifft, hat eine Idee:

Die Kekse hier habe ich mit Topflappen aus dem Ofen geholt, damit ich mich nicht verbrenne. Wir brauchen so etwas wie Topflappen… für den ganzen Körper.

Das Leben findet einen Weg.

Aufgrund diverser Umzüge ist die eine oder andere meiner Zimmerpflanzen noch bei meiner Mutter. Unter anderem eine meine Yucca-Pflanzen. Die hat einen recht großen Topf, und stand den ganzen Sommer über draußen. Auch den Frühling und den Herbst. Auch den Winter, wobei die Absicht war, die Pflanzen bei starkem Frost reinzuholen.

Das hat meine Mutter leider nicht geschafft, und so hat diese Yucca im letzten Winter einen ordentlichen Schlag abgekriegt. Ich habe im Frühling die toten Blätter (alle) abgetrennt, aber bemerkt, dass der Stamm noch saftig war. Ich habe also noch Hoffnung gehabt. Diese Hoffnung hat sich allerdings nicht erfüllt, am Stamm gab es keine neuen Blätter.

Heute allerdings hat mir meine Mutter dieses Foto geschickt:

Ausschnitt eines Blumentopfes, in dem aus der Erde ein junger Trieb mit Spitzen Blättern hervorschaut.

Zwar keine neuen Blätter am Stamm, die Pflanzen an sich lebt aber noch. Und das ist nur einer von zwei Trieben. Wenn ihr also Zimmerpflanzen habt, die tot aussehen… gebt ihnen ein bisschen Zeit, vielleicht erholen sie sich noch einmal.