Youtube. Ich will ja eigentlich weniger mit Google zu tun haben, aber es gibt halt eine Menge interessanter Videos auf Youtube. PeerTube als Alternative ist schön, aber wenn es die Videos nur auf Youtube gibt, muss es halt Youtube sein. Und da es viele Videos nur auf Youtube gibt, nutze ich bisher auch meinen Google-Account, um dort Kanäle zu abonnieren. Ich habe auch einige Datenschutzeinstellungen gemacht, so dass Google zum Beispiel nicht meine Anschau-History verwerten kann (worauf Google mir dann auch praktischerweise viel weniger Vorschläge für Videos macht, was ich auch ganz entspannend finde).
Aber es ist halt immer noch ein Google-Account. Und ich habe mich ja auch schon über Youtube Autoübersetzungen beschwert. Viele Youtube-Kanäle möchte ich dennoch nicht missen.
Dafür habe ich jetzt die App Freetube entdeckt. Eine Art separates Youtube-Frontend. Man kann sich darüber die Videos anschauen (Adblocker inklusive), Kanäle ohne Google-Account abonnieren, einen Haufen Detaileinstellungen zu den eigenen Präferenzen machen usw.
Man kann auch einen Import der Youtube-Abos vornehmen. Das baut auf einem Datendownload auf, den Youtube im Rahmen der DSVGO bereitstellen muss. Dieser Export kann eine Weile dauern, aber bei mir war er nach ein paar Minuten fertig. Dann muss man einfach eine CSV-Datei importieren. Kein Grund also, manuell alle Abos neu abzuschließen.
Ich werde mal ausprobieren, wie das läuft und ob Youtube dem vielleicht irgendwann den Riegel vorschiebt. Bisher geht es jedoch gut. Zwei Kleinigkeiten, die mich stören: Ich würde gerne die Abspielposition von längeren Videos speichern können, wenn ich das Programm beende (vielleicht geht das auch, und ich weiß nur noch nicht, wie). Außerdem gibt es keine Tabs, man kann nur Sachen in einem neuen Fenster öffnen.
Am Ende bin ich natürlich immer noch von Google abhängig. So viel Digital Independence Day ist das heute also nicht. Aber immerhin ist es ein bisschen besser.