Stranger Than Usual

Kochbuch

TL;DR: Ich habe endlich angefangen, meine Rezeptsammlung in eine Website zu fassen. Die Seite ist noch im Aufbau und die Anzahl der Rezepte bisher klein. Hier ist die Rezeptsammlung.

Schon als ich vor Jahren Das Kochbuch für Geeks von Mela Eckenfels & Petra Hildebrandt gelesen habe, hatte ich vor, meine Rezepte einmal digital zu ordnen. Dort schreiben die Autorinnen in Kapitel 1.7:

Das Problem lösen wir, so wie Geeks alle Probleme lösen – mit einer Datenbank.

Nun, in meinem Familienumkreis gibt es keine solche Datenbank. Meine Mutter hat mehrere Ordner mit Rezepten, mal handschriftlich, mal Kopien oder Ausschnitte aus irgendwelchen Zeitschriften. Meine Schwester hat ihre Rezepte ordentlich handschriftlich abgeschrieben. Beides ist nicht mein Ding.

Also habe ich bisher alle Rezepte digital (außer denen, die in Kochbüchern stehen) in der einen oder anderen Form. Das Dumme: Ich habe jetzt ein paar Rezepte in diesem Blog als Teil meines Kochprojekts, andere Rezepte in Emails, die mir jemand mal geschickt hat, als Weblinks zu Seiten wie Chefkoch, die mit Adblocker immer unbenutzbarer wird und in einem Ordner mit einem Haufen Dateien verschiedener Formate. Bildateien mit Scans oder Fotos von Rezepten. PDF-Dateien mit Scans von Rezepten oder den Rezepten in Textform. MS-Word-Dokumente, Libreoffice-Dokumente, unstruktierte Textdateien und ein paar Markdown-Dateien.

Eigentlich wäre es ja schön, die Rezepte wie in dem Kochbuch empfohlen in eine ordentliche Datenbank zu legen. Aber gute Standardformate für Rezepte konnte ich zumindest damals nicht finden. Die bestehenden Rezeptprogramme konnten mich auch nicht überzeugen. Und selber ein Format zu entwickeln oder ein Datenbankschema zu entwerfen… naja.

Also habe ich das Thema schleifen lassen. Bis es mir zu dumm wurde. Machen wir es einfach: Ein Rezept ist eine Markdown-Datei mit Metadaten. Wenn ich Zutaten durchsuchbar haben möchte, gebe ich die halt separat in den Metadaten an. Und dann einen static site generator nehmen, um daraus eine Seite zu generieren. Und siehe da: Nach ein paar Stunden Arbeit habe ich schon eine brauchbare Seite. Ich habe wieder Hugo als Generator genommen. Seit dem letzten Mal, dass ich eine Seite mit Hugo aufgesetzt habe hat sich da ein bisschen was getan, aber das war nur ein kleines Hindernis.

Die Seite ist noch nicht fertig und hat momentan gerade mal zwei Rezepte, aber sie ist schon benutzbar. Das ist ein guter Anfang.

simple.css

Ich hatte heute Morgen ja schon simple.css von Kev Quirk erwähnt. Das bietet wirklich eine gute Grundlage, wenn man einfach nur eine Seite mit einem brauchbaren Layout haben möchte. Man muss sich größtenteils nicht mit Klassen abgeben, semantische Elemente wie <nav>, <header>, <main>, <article> und <section> sorgen schon alleine für ein gutes Layout.

simple.css ist recht klein (etwa 15 KiB), und ich habe es noch kleiner gekriegt, indem ich Styling für interaktive Elemente wie Eingabefelder entfernt habe. Mit über 6 kiB am Ende ist es immer noch größer als das CSS dieses Blogs, aber dafür musste ich fast keine Arbeit investieren und habe sehr viele Style-Randfälle abgedeckt, inklusive darkmode. Wenn ich Details ändern will, kann (und werde) ich das noch tun, aber für den Start ist es wirklich gut.

Chef Blook

Natürlich brauchte ich auch ein Favicon. Also musste mein Napstablook-SVG mal wieder ran. Ich habe Napstablook eine Kochmütze verpasst:

Napstablook (ein deprimierter Geist) mit einer Kochmütze.

Fazit

  • Die Rezeptsammlung nicht verkomplizieren. Eine einfache Website mit einem Rezept pro Seite ist gut.
  • Ich kann so nicht nur selber überall auf meine Rezepte zugreifen, ich kann sie auch einfach weiterreichen.
  • Die Seite ist noch im Aufbau, an einigen Stellen muss ich noch am Layout und an der Übersichtlichkeit schrauben.
  • Vor allem aber muss ich die Seite mit Rezepten füllen. Das werde ich nach und nach machen, es wird also eher im Zeitraum von Monaten als von Tagen passieren. Ich habe nur wenige der Rezepte schon als Markdown.