Stranger Than Usual

Vapeserver

Es gibt ja diese Wegwerf-elektrischen Zigaretten (Vapes). Das ist eine Menge Müll für etwas, dass einen Lithium-Ionen-Akku enthält und eigentlich problemlos wieder aufgefüllt werden könnte. Es gibt dazu schon viel im Netz zu finden, oft nehmen Bastler die Dinger auseinander um die Akkus für Bastelprojekte zu verwenden.

In einem speziellen Fall war da aber nicht nur ein Akku, sondern ein Mikrokontroller mit drin. 24 MHz Prozessor, 3 kiB RAM, 24 kiB Flashshpeicher. Den hat jemand genutzt, um darauf einen Webserver zu hosten. Der Blogpost beschreibt den Werdegang des Projekts (z.B. wie der Autor die Ping-Responsezeit von 1,5 Sekunden auf 10 ms zu reduzieren und eine einfache Website innerhalb von 160 ms auszuliefern. Der Autor nennt das „blazingly fast“. Das ist es natürlich nicht, und ich vermute, dass er auch nur selbst einmal die mittlerweile memetischen Worte „blazingly fast“ verwenden wollte. Trotzdem eine ordentliche Leistung für einen selbstgebastelten Netzwerkstack auf einem Chip mit einer Rechenleistung, die Ende der 80er verbreitet war und weniger Flashspeicher, als nötig wäre, um allein das HTML der Homepage meines Blogs zu fassen.

Der Server auf dem Vape-Akku ist im oben verlinkten Blogpost auch verlinkt, ich kann ihn aber nicht erreichen. Vermutlich ist das Projekt so bekannt geworden, dass das arme Ding einfach überlastet ist.