Ich habe mich ja schon letztes Jahr über die Tortur, eine Bahncard zu bekommen, geärgert. Die Bahncard ist ein Abo, also kriege ich sie dieses Jahr wieder. Ich musste sie schon per Rechnung bezahlen. Lastschrift wollten sie ja nicht. Aus reinem Hohn schwärmen sie mir jetzt vor, wie viel einfacher es mit Lastschrift wäre (no shit), und dass ich nur dieses SEPA-Mandat-Formular ausdrücken müsse, ausfüllen, und per Post an sie schicken. Einen Brief? Aus Papier? Und dann wird die Lastschrift-Option wieder abgelehnt? Nein danke.
Aber die Bahncard habe ich bezahlt, nur… wie komme ich an sie heran? Ich hatte ganz vergessen, dass das ja auch noch so eine Hürde war, wenn man kein Smartphone besitzt. Dabei ist es ganz einfach:
- Melden Sie sich mit Ihrem Browser unter www.bahn.de/bcservices in Ihrem Kundenkonto mit Ihrer E-Mail-Adresse und Ihrem Passwort an
- In Ihrem Kundenkonto im Bereich „BahnCard“ können Sie unter „Optionen“ und dann im Menüpunkt „Ersatzdokument anzeigen“ das Ersatzdokument abrufen
- Danach erscheint die Übersichtsseite „Ihre BahnCard verwalten“. Hier klicken Sie auf den Button „Ersatzdokument anzeigen“
- Das Ersatzdokument wird Ihnen nun als PDF angezeigt
- Wahlweise können Sie das PDF nun ausdrucken oder digital mitführen und bei einer Kontrolle im Zug vorzeigen
Diese Anleitung steht in einer PDF-Datei. Eine Datei mit neun Seiten, acht davon Werbung, dass man auch die Bahn-App nehmen könne, die letzte hat die Anleitung, wie man sich die Bahncard als PDF herunterlädt. Das alleine ist schon nicht barrierefrei. Aber es ausgerechnet den Leuten ohne Smartphone (die mit einer höheren Wahrscheinlichkeit nicht besonders computeraffin sind) einen so versteckten Weg zu bieten, das Ersatzticket herunterzuladen, ist eine Frechheit.
Die Anleitung ist die gleiche wie letztes Jahr, und damals habe ich mich auch schon darüber geärgert. Dieses Mal habe ich die Anleitung auch verlinkt und zitiert, in der Hoffnung, dass ich sie nächstes Jahr besser wiederfinde.