Stranger Than Usual

Blogstatistiken: Tags

Ich hatte eigentlich gehofft, dass mehr aus diesem Artikel wird. Aber man soll ja auch fehlgeschlagene Experimente veröffentlichen, also kommt das jetzt.

Die Idee war ja eigentlich schön: Ich habe ja die meisten meiner Beiträge mit einem oder mehreren Tags versehen. Die Tagseite listet alle Tags auf, und ihre absolute Häufigkeit im Blog. Momentan ist „rant“ mit Abstand das häufigste Tag, zum Beispiel.

Aber es wäre doch cool, auch zu wissen welche Tag-Kombinationen häufig vorkommen, oder?. Also habe ich ein kleines Programm geschrieben und in einem Repo veröffentlicht. Ich habe Tag-Paare und Tag-Tripel gezählt. Ein N-Tupel sind hier N unterschiedliche Tags, die zum selben Artikel gehören (Bei Paaren ist N = 2, bei Tripeln ist N = 3).

Die Ergebnisse sind, wie schon gesagt, eher langweilig. Hier erst einmal die 20 häufigsten Tag-Paare (von insgesamt 7385 Paaren):

  1. {rollenspiel, rollenspielszenen}: 22
  2. {gentoo, linux}: 18
  3. {39c3, chaos communication congress}: 15
  4. {das labor, labor}: 15
  5. {advent of code, adventskalender}: 14
  6. {bahn, deutsche bahn}: 13
  7. {deutsche bahn, rant}: 13
  8. {advent of code, programmieren}: 12
  9. {hackerspace, labor}: 12
  10. {das labor, hackerspace}: 12
  11. {adventskalender, programmieren}: 11
  12. {rant, öpnv}: 11
  13. {politik, rant}: 10
  14. {programmieren, rust}: 10
  15. {bahn, rant}: 10
  16. {per anhalter durch die galaxis, thhgttg}: 10
  17. {deutsche bahn, öpnv}: 10
  18. {rant, webdesign}: 10
  19. {uni, zitate}: 10
  20. {advent of code, puzzle}: 9

Am häufigsten zusammen sind tatsächlich eng verwandte Begriffe oder Synonyme. „bahn“ und „deutsche bahn“ zum Beispiel. Erst auf Platz 12 finden wir die Kombination, die ich viel weiter oben erwartet hätte, nämlich {rant, öpnv}, {bahn, rant} und {politik, rant}. Die Rollenspielszenen haben es in nur einem guten halben Jahr auf Platz 1 geschafft. Der 39C3 nach zwei Wochen Blogmanie auf Platz 3.

Die Tripel sind auch nicht viel interessanter. Insgesamt gab es 22527 Tripel, die zehn häufigsten sind:

  1. {das labor, hackerspace, labor}: 12
  2. {advent of code, adventskalender, programmieren}: 11
  3. {advent of code, adventskalender, puzzle}: 9
  4. {advent of code, adventskalender, rust}: 7
  5. {advent of code, programmieren, puzzle}: 6
  6. {adventskalender, programmieren, puzzle}: 6
  7. {adventskalender, programmieren, rust}: 6
  8. {advent of code, programmieren, rust}: 6
  9. {digitale kunst, fordite, kunst}: 5
  10. {39c3, chaos communication congress, humor}: 5

Dasselbe Muster. Naja, es war einen Versuch wert. Vielleicht kriege ich ja noch interessante Statistiken, wenn ich die Häufigkeit der Kombination irgendwie gegen die Häufigkeit der einzelnen Bestandteile gegenrechne oder so. Aber erst einmal belasse ich es dabei.

Rollenspielszenen: Geschwister

Rollenspielszene. Die Band Spice of Life ist immer noch im Zug. Mint hat ein schwieriges Verhältnis zu ihrem „Bruder“ Anis. Ihre Eltern halten Mint für eine Versagerin und lassen sie das bei jeder Gelegenheit spüren. Anis hingegen passt ihnen viel besser. Nach einem unfreiwillig harschen Austausch zwischen den beiden versucht Mint einen Keil zwischen Anis und Cracker zu schieben, die sich näher gekommen sind.

Anis und Cracker kapieren das beide nicht und gehen nicht darauf ein, aber Cracker bringt Anis dazu, ihr von seinem Verhätlnis zu Mint zu erzählen:

Cracker: „Ich dachte ihr seid Geschwister.“
Anis: „Eigentlich nicht. Wir haben nur dieselben Eltern.“

Plesiosaurier

Die Westfälischen Plesiosaurier sind die Fossilien des Jahres 2026. Plesiosaurier sind übrigens keine Dinosaurier, sondern Reptilien, die aber zeitgleich mit Dinosauriern lebten.

Das verlinkte Blog ist das Beutelwolf-Blog, wo der Autor regelmäßig Tierarten vorstellt. Nicht nur ausgestorbene (wie der Name vermuten lässt), sondern, soweit ich es beobachtet habe, hauptsächlich rezente Arten. Kann sich lohnen, da mal ab und zu reinzuschauen.

Technology Connections über erneuerbare Energien

Ich bin gestern über diese Video des Youtube-Kanals „Technology Connections“ gestolpert. Es geht um erneuerbare Energien, mit einem besonderen Fokus auf Solarkraft und Batterien zum Speichern von Energie.

Das Coole an dem Video: Er hat es geschaft, eine sehr solide Argumentation für erneuerbare Energien auf die Beine zu stellen, ohne den Klimawandel erwähnen zu müssen. Alleine aus wirtschaftlicher Sicht sind Solar- und Windkraft fossilen Energieträgern weit überlegen. Das Video kann also auch die Spinner überzeugen, die den Klimawandel für eine Lüge halten.

Ich folge dem Kanal schon eine Weile. Normalerweise bringt er deutlich kürzere Videos, in denen mehr oder weniger alltägliche Technologien erklärt und demonstriert werden, zusammen mit ihren Vor- und Nachteilen. Der Kanal ist auf jeden Fall sehenswert. Das neue Video ist ziemlich lang, aber ihr solltet es trotzdem anschauen, selbst wenn ihr schon von Solar- und Windkraft überzeugt seid, denn es gibt euch vielleicht noch ein paar gute Argumente, um andere Menschen zu überzeugen.

Digital Independence Day: Posteo statt Googlemail

Heute ist der zweite Digital Independence Day. Im Januar habe ich mein Blogrepo von github zu Codeberg umgezogen. Diesen Monat ziehe ich meine Email-Adressen um.

Ich habe seit 2012 einen Googlemail-Account. Damals habe ich mir den Account angelegt, weil ich mir mein erstes Mobiltelefon angeschafft habe und das ein Android-Phone war. Damals habe ich es ohne Googlemail nicht hingekriegt, meine Adressen auf das Telefon zu synchronisieren.

Ein paar Jahre später habe ich mir eine Posteo-Adresse zugelegt. Posteo ist sehr datenschutzbedacht, ganz im Gegensatz zu Googlemail. Nur habe ich die Posteo-Adresse zunächst nur für private Kommunikation verwendet. Wenn ich irgendwo in Onlineshops oder dergleichen Accounts anlegen musste, habe ich weiterhin Googlemail genommen.

Das hatte zwei Gründe: Zum einen wollte ich keinen Spam auf die Posteo-Adresse bekommen. Zum anderen gibt es bei Googlemail die Funktion, dass man nach einem + ein beliebiges Suffix an den lokalen Teil der Adresse hängen kann, die Mails aber noch ins selbe Postfach kommen. Zum Beispiel vorname.nachname+bahn@googlemail.com für die deutsche Bahn. So kann ich nachverfolgen, über welchen Weg E-Mail-Adressen geleaked wurden, wenn ich Spam bekomme.

Warum ändere ich das jetzt? Mehrere Gründe:

  1. Posteo kann jetzt auch das +suffix
  2. Ich wollte nicht, dass die ganzen Shopseiten meine Haupt-Email-Adresse kennen. Aber warum soll Google eigentlich wissen, wo ich einkaufe?
  3. Es hängen einige wichtige Accounts an der Googlemail-Adresse. Wenn sich Trump morgen entscheidet, Deutschland zu sanktionieren, bin ich von all diesen Accounts ausgeschlossen.

Ich habe also die am häufigsten genutzten Accounts von Googlemail zu Posteo umgezogen.

Was ändert sich nicht?

Ich werde den Googlemail-Account nicht löschen. Einige alte Bekannte haben vielleicht nur diese Adresse. Für die möchte ich weiterhin erreichbar sein. Außerdem gibt es noch einen Haufen kleinerer Seiten, die ich noch nicht umgezogen habe. Mein Plan: Ich ziehe sie dann um, wenn ich eine Email von denen bekomme oder ich mich auf deren Seiten einloggen will. Nach und nach.

Fun fact: Googlemail

Ich nenne es immer noch „Googlemail“, dabei heißt es eigentlich Gmail. Warum? Es gab in Deutschland eine Zeit lang einen Markenstreit, so dass Gmail in Deutschland Googlemail hieß. Als ich meinen Account erstellt habe, habe ich eine @googlemail-Adresse bekommen, und bin dabei geblieben.